Was kostet eine Website in der Schweiz?
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Hier steht, worauf – damit Sie Offerten richtig lesen und die richtigen Fragen stellen können.
Warum die Preise so weit auseinanderliegen
Zwei Offerten für «eine Website» können sich um das Zehnfache unterscheiden – und beide können fair sein. Die eine ist vielleicht eine Vorlage, in die Ihre Texte kommen; die andere eine Website, die für Ihr Unternehmen gestaltet, geschrieben, fotografiert, übersetzt und getestet wird. Bevor Sie Preise vergleichen, vergleichen Sie, was wirklich drin ist.
Der grösste Kostenfaktor ist Zeit. Eine einfache Website braucht vielleicht ein paar Arbeitstage, eine mehrsprachige Website mit eigenem Design und Shop viele Wochen.
Was den Preis bestimmt
- Umfang: wie viele Seiten und wie viele verschiedene Seitentypen (eine Seite über Sie ist einfach, eine Seite, die Projekte filtert oder Buchungen annimmt, nicht).
- Design: eine angepasste Vorlage oder ein Design, das für Sie entsteht, mit eigenem Auftritt auf jeder Bildschirmgrösse.
- Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer macht die Fotos, wer übersetzt? In der Schweiz bedeutet jede weitere Sprache echte Mehrarbeit.
- Funktionen: Formulare, Buchungen, ein Shop, Mitgliederbereiche oder Anbindungen an andere Software.
- Betreuung nach dem Start: Hosting, Updates, Backups und kleine Änderungen. Das sind laufende Kosten, keine einmaligen.
Drei Arten von Angeboten
Baukästen wie Wix oder Squarespace kosten eine Monatsgebühr und Ihre eigene Zeit. Sie passen, wenn Sie gern selbst Hand anlegen und nicht viel mehr als ein paar Seiten brauchen.
Eine Freelancerin oder ein Studio mit Vorlage ist ein guter Mittelweg: ein professionelles Ergebnis in einer festen Struktur, meist schneller und günstiger als ein eigenes Design.
Eine massgeschneiderte Website wird für Ihr Unternehmen gestaltet und gebaut. Sie kostet am Anfang mehr und lohnt sich, wenn Ihre Website Kundschaft gewinnen soll und nicht einfach nur da sein.
So vergleichen Sie Offerten
- Läuft alles auf Ihren Namen: die Domain, das Hosting, die Zugänge?
- Sind Texte, Fotos und Übersetzungen dabei, oder liefern Sie diese?
- Wie viele Korrekturrunden sind inbegriffen?
- Was kostet es pro Monat nach dem Start, und was bekommen Sie dafür?
- Können Sie Texte selbst ändern, und können Sie die Website später mitnehmen?
Eine günstigere Offerte ist nicht schlechter, wenn sie zu Ihrem Bedarf passt. Liegen zwei Offerten aber weit auseinander, steckt der Unterschied meist in diesen Fragen.
Kosten, die man vergisst
Neben dem Bau der Website gehören jedes Jahr Domain und Hosting dazu, dazu Updates und Backups sowie die Zeit, um Texte, Preise und Fotos aktuell zu halten. Eine Website, um die sich niemand kümmert, verliert schnell an Wert – und sie später zu reparieren kostet meist mehr, als sie zu pflegen.
Der andere Punkt sind Inhalte. Gute Fotos und klare Texte machen mehr aus als jeder Effekt – und sie brauchen Zeit, ob Sie sie selbst schreiben oder schreiben lassen.
Was Sie vorbereiten können
- Eine kurze Liste, was die Website erreichen soll und für wen.
- Zwei, drei Websites, die Ihnen gefallen – und was Ihnen daran gefällt.
- Die Seiten, die Sie brauchen, und die Sprachen.
- Ihr Logo, Fotos und Texte, die schon vorhanden sind.
Damit werden Offerten vergleichbar, und das erste Gespräch bringt deutlich mehr.
Unser Rat
Gehen Sie davon aus, was die Website erreichen soll: mehr Anfragen, Buchungen, Verkäufe oder Vertrauen. Holen Sie dann Offerten ein, die genau beschreiben, was drin ist. Wenn Sie möchten, erzählen Sie uns von Ihrem Projekt – wir sagen Ihnen klar, welche Art Website passt.